Click & Heat: Dem Benutzer auf der Spur

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Claus Wagner am 25. November 2008 um 16:42

Ähnlich wie im berühmten Sketch von Loriot, fragen sich Website-Betreiber: “Ja wo klicken sie denn?”. Um diese brennende Frage zu beantworten gibt es zahlreiche Tools im Netz. Sogenannte Click- und Heatmaps, die in unterschiedlicherweise zeigen, wo und auf was der Benutzer klickt. Was sind die Unterschiede der beiden Werkzeuge?

Klicken auf Links

Analytic Werkzeuge wie beispielsweise Google Analytics bringen den Service automatisch mit. Durch das Einbinden eines kleinen JavaScripts auf den jeweiligen HTML-Seiten erlaubt Google eine spätere quantitative Auswertung darüber, wie oft welcher angebotene Link geklickt wurde. Grafisch recht anschaulich lassen sich somit Rückschlüsse ziehen, welche Links am häufigsten aufgerufen wurden. Dadurch lässt sich über einen längeren Zeitraum der Datensammlung auch eine Aussage treffen, welche Art von Links für die Benutzer am attraktivsten sind: Textlinks, grafische Links, besonders hervorgehobene Klickflächen oder reißerische Texte. Was sich allerdings mit einer Clickmap nicht sagen lässt ist, wo die Benutzer sonst noch, außerhalb der mit <a href> ausgezeichneten Stellen geklickt haben, in der Vermutung, des würden sich Links darunter verbergen.

Klicken um des Klicken willens

Heatmaps sind ähnlich den Clickmaps Werkzeuge, die Mausklicks aufzeichnen. Allerdings nicht nur diejenigen, die auf ausgezeichnete Links getätigt werden, sondern egal wo auf dem Bildschirm (innerhalb des Browserfensters) geklickt wird. Je nach Häufigkeit der Klicks werden “Hitzepunkte” angezeigt. Je roter (wärmer) der Fleck, desto öfter wurde an dieser Stelle geklickt. Und das müssen nicht immer aktive Links sein. Oftmals zeigt sich, wo der Benutzer einen Link erwartet hätte, sich aber keiner befand. So lassen sich Seiten für den Anwender optimieren. Ein recht häufiges Symptom ist das Entstehen von “Hitzepunkten” auf Grafiken, die aber auf keine Seite verweisen. Hier zeigt sich, dass Bildflächen als Teaser wahrgenommen werden und automatisch angeklickt werden. Häufiger oft als reine Textlinks.

Eine Heatmap zeigt auch auf wunderbare Weise, wenn Klickflächen zu klein sind. Wenn also die Hitzepunkte ausserhalb des eigentlichen Links liegen, zeigt dies, dass es für den Anwender recht schwer ist, den aktiven Link auch wirklich zu treffen.

Fazit: Wer Webseiten betreibt, hat mit den vielen Services die es im Netz gibt, wunderbare Möglichkeiten seine Seiten ständig auf Klick-Usability zu prüfen und zu optimieren. Aber denken Sie daran, dass das dt. Datenschutzgesetz bestimmte Richtlinien hat, was das Sammeln von Daten betrifft.

Hier noch eine (unvollständige) Liste mit ein paar dieser Services mit Einschätzung des jeweiligen Dienstes auf doteduguru.com (englisch)

Wer mit Heatmaps experimentieren will, dem sei ein Blick auf das kostenlose Clickheat empfohlen.

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